So ganz scheint Sony seinem Konzept der SLT-Kameras mit feststehendem, teildurchlässigem Spiegel nicht zu trauen. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Elektronik-Riese der SLT-A 55 mit der Alpha 580 eine recht konventionelle DSLR zur Seite gestellt hat. Das Rezept dabei: Man nehme das Gehäuse der Alpha 550 und statte es mit dem Sensor und vielen Funktionen der Alpha 55 aus. Unser Test klärt, ob aus diesen Zutaten eine zeitgemäße Mittelklasse-Kamera entsteht und wie es mit der Bildqualität der Alpha 580 bestellt ist.
(Martin Vieten)
Ergonomie und Verarbeitung Sieht man einmal vom Layout einiger Tasten und der Gehäusefarbe ab, scheint Sony die Alpha 580 einfach in das Gehäuse ihrer Vorgängerin gepackt zu haben. Und so hat man mit der Alpha 580 eine klassische DSLR in der Hand: Nicht unbedingt wuchtig, aber deutlich voluminöser als die Alpha 55, die auf einen raumgreifenden Schwingspiegel verzichtet. Dass die Alpha 580 größer ist als die SLT-Kamera, muss nicht unbedingt ein Nachteil sein – sie lässt sich auch einhändig sicher halten, ihr ausgeprägter Handgriff und eine genarbte Oberfläche geben zusätzlich Sicherheit. Ein weiterer Vorteil des nicht auf kompakteste Maße getrimmten Gehäuses: Es ist genügend Platz für dedizierte Schalter und Knöpfe, die zudem eine ordentliche Größe aufweisen. Und auch mit einem professionellen Objektiv wie dem Sony CZ 24-70/2,8 SSM wird die Kombi nicht kopflastig. Nicht zu vergessen, dass das Gehäuse genügend Platz für einen ordentlichen Akku bietet – der Energiespender vom Typ NP-FM500H reicht beim Verzicht auf LiveView für etwas mehr als 1.000 Aufnahmen!
Gegenüber ihrer Vorgängerin sind bei der Alpha 580 die Knöpfe zur Wahl des Serienbildmodus und der ISO-Empfindlichkeit nach vorne gewandert. Hier sind sie deutlich besser vom Zeigefinger zu erreichen als noch bei der Alpha 550 – eine kleine, aber sinnvolle Verbesserung der Ergonomie. Das griffige Moduswahlrad hat Sony dagegen abgespeckt: Die Motivprogramme lassen sich dort nicht mehr direkt anwählen...
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